...Eine der führenden Sängerinnen ihrer Generation, schrieb das Internationale Haydn Festival Eisenstadt bei ihrem Debüt im Jahre 2004. Claudia Guarin übernahm ein paar Stunden zuvor die Partie der Vespina in Haydns L‘infedeltá delusa und meisterte die Aufgabe mit Bravour. Unter der Leitung von Adam Fischer feierte sie damit einen beeindruckenden Erfolg. Seitdem besticht die junge Kolumbianerin, sowohl auf der Opernbühne wie auf dem Konzertpodium, durch hohe Musikalität, technische Raffinesse, stimmliche Sinnlichkeit und starke Bühnenpräsenz.
 
Die Sopranistin erhielt eine frühe musikalische Ausbildung in ihrer Heimat, war Mitglied des Kinderchors „Coro Infantil de Colcultura“, des Jugendsymphonie Orchesters “Orquesta Sinfónica Juvenil de Colombia“, des Barock Ensembles „Grupo Canto“ und jahrelang Bratschistin der Bogota Philharmoniker bevor Sie sich für ein Gesangstudium an der renommierten Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien entschied. 2003 wurde Sie Finalistin beim Internationalen Hilde-Zadek-Gesangwettbewerb in Wien. 2005 beendete Sie mit Erfolg ihr Studium in den Fächer Oper und Lied/Oratorium. Meisterkurse bei Klessie Kelly (Académie de Musique de Sion), Helena Lazarska (Internationalen Sommerakademie Salzburg), bei Paul Hamburger und Ubaldo Gardini in Wien, Paula Anglin in London und Franco Paggliazzi in Florenz vervollständigten ihre Ausbildung.
 
Ihr Bühnendebüt gab sie als Pamina im Schloßtheater Schönbrunn im Rahmen einer Hochschulproduktion. In ebensolchem Rahmen war sie u.a. auch als Galathée in Suppés Die schöne Galathée und Gretel in  Humperdincks Hänsel und Gretel zu hören. Noch während des Studiums erhielt sie Engagements an der Volksoper Wien wo Sie von 2000 bis 2002 in mehrere kleine Partien zu hören war sowie am Wiener Burgtheater wo sie in der Rolle der Opernsängerin in Pirandellos Mit Leidenschaften ist nicht zu spaßen  zu hören war. 2001 gab sie ihr Debüt als Rosina in Rossinis Il Barbiere di Siviglia und damit ihr erstes ausgedehntes Japan Gastspiel absolviert. Seitdem ist Claudia Guarin an vielen bekannten Bühnen und Festivals in Österreich, wie an der Kammeroper Graz (Vivaldis Ottone in villa und Haydns Il mondo della luna), der Wiener Kammeroper (Haydns L'infedeltá delusa, Mozarts La finta giardiniera und Puccinis Gianni Schicchi), der Sommeroper Schärding (Gassmanns La Contessina), der Oper Klosterneuburg (Mozarts Die Zauberflöte und Rossinis La Cenerentola), bei den Opernfestspiele St. Margarethen (Mozarts Zauberflöte und Verdis Rigoletto), den Internationalen Haydn Festspiele Eisenstadt (Haydns L'infedeltá delusa), den Festival Carinthischer Sommer (Milhauds Opéras Minutes), Wiener Musikverein (Orffs Carmina Burana), Wiener Konzerthaus (Bachs Weihnachtsoratorium) oder am Teatro Colón de Bogotá (Donizettis L‘elisir d‘amore), aufgetreten. Nach einem von Publikum und Presse enthusiastisch aufgenommen Debüt als Iduna in Paul Burkhards Das Feuerwerk bei den Herbsttagen Blindenmarkt 2010 beschäftigt sie sich intensiver auch mit der Operette. 2011 verkörpert sie, ebenfalls bei den Herbsttagen, die Partie der Eurydike in Offenbachs Orpheus in der Unterwelt und etabliert sich als Publikumsliebling des kleinen Operettenfestivals. Mit dem Operettentheater Salzburg debütierte sie 2011 als Laura in Millöckers Der Bettelstudent mit Auftritte in Deutschland, der Schweiz, Luxemburg und Österreich u.a. im Großen Festspielhaus Salzburg. Anfang 2012 folgte ihr Debüt als Lisa in Lehárs Das Land des Lächelns bei dem sie Publikum und Fachpresse gleichermassen beeindruckte und sie für ihr samtig schmiegsam und herrlich leuchtender Gesang, sowie ob ihrer fantastischen Stimmführung in allen Lagen gelobt wurde.
 
Nächste Engegements beinhalten u.a. die Rolle der Erste Dame in Mozarts Zauberflöte im National Theater Taipei wie die Partie der Micaela in Bizets Carmen mit dem Bogota Philharmoniker im Rahmen des Festivals „Opera al Parque“ in Bogotá.
 
Neben der Oper und Operette liegt ein weiteren Schwerpunkt ihrer musikalischen Tätigkeit im Konzertbereich. Als Solistin trat sie u.a. bei den Europäischen Wochen Passau, den Mozartwochen Bad Reichenhall, bei dem Festival Musica Sacra Zilina, mit der Bachgemeinde Wien, dem Ensemble NovAntique, den Vienna Classical Players, dem Wiener Mozart Orchester, dem Symphonie Orchester Kolumbiens, den Bogota Philharmonikern, der Camerata de Bourgogne und den Wiener Symphonikern mit Werken wie die österreichische Erstaufführung von Helmut Neumanns Menschlichkeitskantate, Haydns Die Schöpfung, Händels Messias, Bachs Matthäus Passion, Mozarts Requiem und Grabmusik, Haydns Theresienmesse, Schumanns Der Rose Pilgerfahrt, Orffs Carmina Burana, Mahlers 4. Symphonie oder Villalobos Bachiana Brasileira No. 5, letzteren unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada. Liederabende gab Sie an der Gesellschaft für Musiktheater in Wien, im Wolf Haus in Perchtolsdorf, Chiesa di Filetto in Ravenna und Sala Luis Angel Arango in Bogotá.
 
Claudia Guarin wirkte bei der Uraufführung und anschließenden CD Einspielung von Wolfgang Sausengs Kirchenoper Das Staunen des Ezechiel unter der Leitung von Erwin Ortner mit.
 
Darüber hinaus ORF und ZDF Fernseh Live-Übertragungen.
 
Stand Mai 2012
 
 
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