Als eine der führenden Sängerinnen ihrer Generation präsentierte Sie das Internationale Haydn Festival Eisenstadt 2004 nach ihrem fulminanten Debüt als Vespina in Haydns „L‘infedelta delusa“ unter der Leitung von Adam Fischer. "(...)Herausragend agierte Claudia Guarin als Vespina, die mit perfekter Technik, breitem Stimmspektrum, Bühnenpräsenz und scheinbarer Leichtigkeit in ihrer anspruchsvollen Rolle aufblühte und die Stärken dieser Inszenierung damit auf den Punkt brachte" attestierte ihr die Fachpresse als Sie an der Wiener Kammeroper die selbige Rolle verkörperte.
Claudia Guarin wurde in Bogota, Kolumbien, geboren. Sie genoss eine frühe musikalische Ausbildung und sammelte langjährige Erfahrung als Bratschistin der Bogota Philharmoniker, bevor Sie ihre Gesangs-Ausbildung 2005 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien mit Erfolg absolvierte.
Die junge Sängerin begeistert gleichermaßen auf der Opernbühne wie auf dem Konzertpodium durch hohe Musikalität, große stimmliche und technische Flexibilität und starke Bühnenpräsenz.
Ihr Bühnendebut feierte sie 1999 als Pamina im Rahmen einer Hochschulproduktion. Danach erhielt sie einen Gastvertrag an der Volksoper Wien, wo sie von 2000 bis 2002 regelmäßig in Partien wie Eleonore u. Rosalinde in Offenbachs „Ritter Blaubart“, Senfsamen in Brittens „Ein Sommernachtstraum“, Maria in Vives „La Generala“ und Taumännchen in Humperdincks „Hänsel und Gretel“ zu hören war, sowie am Wiener Burgtheater, wo Sie in Pirandello‘s „Mit Leidenschaften ist nicht zu spaßen“ in der Rolle der Opernsängerin auftrat. Seither war sie u.a. als Susanna, Serpetta, Clorinda, Galathée, Papagena, Clarice, Gretel und Rosina in Rossinis „Il Barbiere di Siviglia“ zu hören. Großes Aufsehen erregten 2004 ihre Verkörperungen der Cleonilla in Vivaldis "Ottone in villa" an der Kammeroper Graz sowie der Serpetta in Mozarts „La finta giardiniera“ und der Vespina in Haydns „L‘infedelta delusa“ an der Wiener Kammeroper. 2005 war Sie als Clarice in Haydn „Il mondo della luna“ an der Grazer Kammeroper erneut zu hören. Verpflichtungen in der jüngsten Vergangenheit führten Sie, nach einer ausgedehnten Babypause, zu den Opernfestspiele St. Margarethen („Rigoletto“) sowie nach Japan und Ungarn.
Bei ihrer Tätigkeit als Solistin trat Sie u.a. am Wiener Musikverein (Orffs Carmina Burana), Wiener Konzerthaus (Bachs Weihnachtsoratorium), bei dem Festival Musica Sacra Zilina (Pergolesisi Stabat Mater), den Europäischen Wochen Passau (Haydn Theresienmesse), mit dem Ensemble NovAntique Linz (Mozarts Grabmusik), der Bachgemeinde Wien (Bachs Matthäus Passion und Mozart Requiem) sowie mit der Camerata de Bourgogne (Händel Messiah), der Wiener Symphoniker (österreichische Erstaufführung von Helmut Neumanns Menschlichkeitskantate) und der Bogota Philharmoniker (Haydns Schöpfung, Mahler 4. Symphonie und Villalobos Bachiana Brasileira No. 5), letzteren unter der Leitung von Andres Orozco-Estrada.
Als Allegorie der Tropfen wirkte Claudia Guarin bei der Uraufführung und anschließenden CD Einspielung von Wolfgang Sausengs Kirchenoper „Das Staunen des Ezechiel“ unter der Leitung von Erwin Ortner mit. Andere Verpflichtungen brachten die Sängerin nach Gibraltar, St. Petersburg, Vezelay, Stuttgart, Karlsruhe, Wels, Brixen, Prag, Polen, die Slowakei und in den Ungarischen Rundfunk, ORF und ZDF Fernseh Live-Übertragungen.
Meisterkurse belegte Sie bei Klessie Kelly (Académie de Musique de Sion), Helena Lazarska (Internationale Sommerakademie Salzburg), Paul Hamburger (Guildhall School of Music and Drama), Ubaldo Gardini (Covent Garden) und Paula Anglin (London), mit der die Sängerin heute eine enge Zusammenarbeit verbindet.
Finalistin beim 3. Internationalen Hilde-Zadek-Gesangs-Wettbewerb 2003 in Wien.