reportage
reportage
hobby – kunst – handwerk
Von Henri Cartier-Bresson wird folgendes Zitat überliefert:
Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.
Da stellt sich mir sofort die Frage: woran liegt es, wenn der Blick des Betrachters länger verweilt? Zuerst einmal muss der Betrachter grundsätzlich bereit sein, sich auf ein Bild einzulassen, sonst hat meines Erachtens selbst das beste Foto der Welt keine Chance, wirklich wahrgenommen zu werden. Als Fotograf muss ich voll zu meiner Arbeit stehen, mit einem »naja, das hab ich halt so nebenher gemacht« wird ein Foto nie so wahrgenommen werden können, wie es das vielleicht verdient.
Ein weiteres Zitat von Bresson:
Die Fotografie ist ein Handwerk. viele wollen daraus eine Kunst machen, aber wir sind einfach Handwerker, die ihre Arbeit gut machen müssen.
Das berührt die Auseinandersetzung über eine Unterscheidung von Handwerk, Kunsthandwerk und Kunst (im tradierten Sinne).
Für mich gilt: die Fotografie und insbesondere die Fotoreportage basiert auf handwerklichen Leistungen. Darauf aufbauend spielen aber künstlerische Aspekte eine wichtige und manchmal sogar tragende Rolle.
Nota bene: im Sinne der Künstlersozialkasse gilt auch der frei arbeitende Fotoreporter als Künstler.
c-kurs schlüchtern
festa refundazione partita kommunista, troghi
ADG preview 2/06
kunstverein bamberg
letzte bearbeitung: Freitag, 10. Juli 2009
Für mich kann ich ganz persönlich den Schluss ziehen: auf semantische Betrachtungen kommt es wirklich nicht an, sondern auf die Wertschätzung einer Arbeit.
Ich selbst und viele meiner Kunden haben Freude an meiner Fotografie, und das ist mir am wichtigsten.
„Gestatten, Jaques Offenbach“