Pustekreisel

Einfacher Kreisel zum Selbstbau

 
 

In jedem Kreis werden die gestrichelten Linien ebenfalls geschnitten; die verdickten Teile der Linien werden mit einem stumpfen Messer vorsichtig und nicht zu tief angeritzt. Dann werden die Flügel bis etwa 45o nach oben geknickt. Durch die Mitte stecke man eine Stab. Pustet man auf den Kreisel, fängt er sogleich an zu rotieren. Alternativ lässt sich auch ein Haarfön bzw. kleiner Ventilator verwenden. Dabei ist ein gewisses Geschick vorteilhaft, damit der Kreisel möglichst wenig am Rand schleift. Zu starkes Pusten gleich zu Beginn ist meist kontraproduktiv.

Die Kreisel haben unterschiedliches Design. Mit vier oder acht Flügeln, mit Rechts- oder Linksspirale bzw. logarithmischer oder Archimedischer Spirale. Durch symmetrisches Anbringen von Büroklammern kann man das Trägheitsmoment erhöhen und ein längerdauerndes bzw. gleichmäßigeres Drehen erreichen.

Mit einer sehr kleinen Messfläche, der eigentlich für Surfer, Paraglider bis hin zu Seglern oder Wanderern gedacht ist. Beim Pusten misst man damit bis zu fünf Metern pro Sekunde, woraus wiederum hervorgeht, dass die vorstehenden Rechnungen nicht ganz irreal sind. Es zeigt sich übrigens mit Kindern, dass so ein Gerät zu Höchstleistungen beim Pusten anregt. Halten die den Windmesser direkt vor den Mund, kann die Messgrenze des Geräts ohne weiteres überschritten werden.

Pustekreisel im Handel

Sei zunächst ein Kreisel vorgestellt, der manchmal in Billigecken von Kaufhäusern oder auch im Versandhandel erhältlich ist. Er gleicht prinzipiell dem selbstgebauten Kreisel, sieht aber schon mehr wie eine Turbine aus. Der Vergleich zu realen Turbinen wie der Francis- oder Kaplan-Turbine kann hier durchaus gebracht werden. Gefertigt aus stabilem Plastik ist er mit einem

Durchmesser von 3cm ein echter Mitnahmeartikel. Nach dem An- drehen per Hand bringt man ihn durch Pusten  bis  auf  etwa  zweitausend  Um drehungen pro Minute. Das liegt einfach daran, dass man mit dem Mund ziemlich nahe am Kreisel pustet und dadurch eine hohe Strömungsgeschwindigkeit wirksam wird. Mit ähnlichen Überlegungen wie oben lässt sich das auch quantitativ abschätzen.

Kreisel gehören zu den am frühesten erfundenen und am weitesten verbreiteten Spielzeugen. Pustekreisel sind eine weniger bekannte Unterart. Idee dieses Artikels ist es, mit einfachen Überlegungen die mit solchen Kreiseln erreichbaren Drehzahlen abzuschätzen und mit Messungen zu vergleichen.

Hinweis: Bei Asthmatikern ist Vorsicht beim Pusten geboten.

Die beigelegte Vorlage kopiere man auf weißen Karton von mindestens 180g/m2. Die Kreisel werden ausgeschnitten. Alternativ kopiere man die Vorlage auf normales Papier und klebe die aus-geschnittenen Kreisel auf Karton auf.

Der letzte hier vorzu-stellende Kreisel unter-scheidet sich etwas von den anderen. Durch einen Strohhalm pustet man ins Innere eines Hohlraumes, aus dem vier kleine Öffnungen schräg nach außen führen. Die austretende Luft bringt den Kreisel auf Touren.

Leider gehören die hier beschriebenen Spielzeugartikel zu der Kategorie, die in Massen auf den Markt geworfen werden und häufig nach kurzer Zeit schon wieder verschwunden sind. Intensives Suchen bringt eventuell noch einige Stücke hervor - oder es gibt ähnliche Objekte. Da sind der Kreativität und Zähigkeit keine Grenzen gesetzt.




Kurzfassung:

Pustekreisel werden durch Pusten zum Rotieren gebracht Vorgestellt wird ein einfacher Pustekreisel zum Selbstbau.