Tipps zum Lexikon-Programm
Tipps zum Lexikon-Programm
Apples Lexikon-Programm wurde mit OS X 10.5 (Leopard) deutlich verbessert. Die wichtigste Neuerung liegt aber mehr im Verborgenen in Form des Dictionary Development Kit, welches den Developer Tools beiliegt. Erst durch dieses DDK ist es auch für unerfahrene Programmierer möglich, Lexikon mittels Plugins um eigene Wörterbücher zu erweitern.
Trotz dieser essentiellen Neuerung für Programmierer wurde auch die Bedienung des Lexikons verbessert, worauf ich im folgenden Artikel eingehen möchte.
Viele Wege führen zum Ziel
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Wörter und Begriffe in den installierten Wörterbüchern nachzuschlagen.
1.Startet man das Lexikon-Programm über den Finder oder Spotlight, erscheint ein Fenster mit einem Eingabefeld oben rechts. Während der Eingabe des Suchbegriffs wird dieser direkt in den ausgewählten Wörterbüchern gesucht und wie in Spotlight direkt das Suchergebnis präsentiert.
2.In vielen Programmen bietet das Kontextmenü (rechte Maustaste) die Möglichkeit einen markierten Text direkt im Lexikon nachzuschlagen. In den Einstellungen von Lexikon lässt sich dabei festlegen, ob das Ergebnis direkt im Lexikon-Programm oder in dem schwebendem Lexikon-Fenster angezeigt wird.
3.Besonders komfortabel ist der systemweite Tastaturkurzbefehl ⌃⌘D (Ctrl+Befehl+D). Dieser zeigt einen Lexikon-Eintrag zum dem Wort, welches sich unterhalb des Mauszeigers befindet. Dabei lässt sich der Kurzbefehl auf zwei Arten einsetzen:
1. Drückt man nur kürz die Tasten erscheint nach kurzer Verzögerung ein feststehendes Lexikon-Fenster, welches erst verschwindet, wenn man wo anders hin klickt.
2. Hält man die Tasten allerdings gedrückt, folgt das Lexikon-Fenster dem Mauszeiger und zeigt immer das zum aktuellen Wort passende Suchergebnis an. Hierbei verschwindet das Lexikon-Fenster direkt, wenn man die Tasten wieder loslässt. Das Lexikon-Fenster zeigt immer nur das Ergebnis eines Wörterbuchs an, weshalb man es unten im Fenster wechseln kann.
Da einige Wörterbücher im Lexikon-Fenster weniger Informationen anzeigen, kann am über die „Mehr ...“-Schaltfläche den Suchbegriff im Lexikon-Programm anzeigen lassen.
Leider unterstützt das Lexikon-Fenster keine Online-Wörterbücher wie die Wikipedia.
4.Für Freunde des Dashboards liefert Apple gleich das passende Widget namens Dictionary mit. Mit diesem hat man zugriff auf alle installierten Wörterbücher, wobei wie beim Lexikon-Fenster nicht alle gleichzeitig durchsucht werden können. Eine weitere Einschränkung ist, dass keine Online-Wörterbücher wie die Wikipedia durchsucht werden können.
5.In nahezu allen Cocoa-Programmen gibt es zudem noch die Möglichkeit, markierten Text mit dem Dienst „Im Lexikon nachschlagen“ im Lexikon-Programm nachzuschlagen (Untermenü Dienste im Programm-Menü). Das Lexikon-Programm wird dann bei Bedarf auch gestartet. Nützlich ist das z. B. für Programm, welche „Im Lexikon nachschlagen“ nicht im Kontextmenü anbieten. Über die Systemeinstellung „Tastatur & Maus“ kann man diesem Dienst sogar ein Kurzbefehl zuweisen.
6.Und wie nicht anders von Apple zu erwarten kann man selbst direkt mit Spotlight die installierten Wörterbücher durchsuchen. Auch hier gilt die Beschränkung, dass keine Online-Wörterbücher wie Wikipedia durchsucht werden.
Die Feinheiten von Lexikon
Apple liefert Leopard mit einigen weiteren japanischen Wörterbüchern aus, welche standardmäßig nicht aktiviert sind und somit nicht durchsucht werden können.
Über die Einstellungen von Lexikon lassen sich die Wörterbücher aktivieren und sogar umsortieren.
Die Einstellungen werden ungewöhnlicherweise erst übernommen, wenn man das Einstellungsfenster schließt.
Interessant ist auch die Möglichkeit für einzelne Wörterbücher Feineinstellungen vorzunehmen. So kann man im New Oxford American Dictionary festlegen, ob die Lautschrift in britischer oder amerikanischer Aussprache angezeigt wird.
Bei dem Wikipedia-Wörterbuch kann man festlegen, welche Sprachversion der Wikipedia durchsucht werden sollen und das sogar gleichzeitig.
Leicht zu übersehen ist auch, dass nahezu alle Wörter eines Textes mit passenden Wörtern im Lexikon verlinkt sind. Das fällt einem erst auf, wenn man mal mit der Maus über einem Wort stehen bleibt.
Einige Wörterbücher bieten eine Art Klappentext an, also weiterführende Informationen zum Wörterbuch oder Anhänge. Um dort hin zu gelagen, muss man zu erst das gewünschte Wörterbuch aktivieren und dann im Gehe-zu-Menü „Vorderer/Hinterer Teil“ auswählen. Besonders das New Oxford American Dictionary bietet hier noch eine Menge weiterführender Informationen, welche sich über die Suche nicht erreichbar sind, wie z. B. ausführliche Texte zur Grammatik.
7.In Safari ist es zudem möglich direkt Links zum Lexikon zu setzen. Dazu muss eine URL mit dict:// beginnen. Man kann in Safari aber auch direkt solche URLs eingeben, z. B.: dict://Thesaurus
8.Mac-typisch kann man natürlich auch Wörter per Drag’n’Drop auf das Lexikon-Symbol im Dock ziehen.
Tipp: Diese Funktion lässt sich auch (bzw. nur) über einen Terminal-Befehl deaktivieren:
defaults write com.apple.spotlight DictionaryLookupEnabled -bool NO
Bei einer großen Anzahl von installierten Wörterbüchern wird schnell der Platz in der Auswahl-Leiste knapp. Mit einem Rechtsklick oder Ctrl-Klick auf die entsprechenden Schaltflächen kann man diese deshalb auch umbenennen. BeoLingus Deutsch-Englisch könnte man also in DE-EN umbenennen.
Vorsicht bei Sonderzeichen. Verwendet man beispielsweise das Kleiner-als-Zeichen (<), funktionieren die Wörterbücher nicht mehr.
Hinweis: Leider funktioniert das systemweite Kürzel
nicht mit Firefox, da Firefox keine native Mac-Anwendung ist.
Zumindest gibt es aber das Add-On Look Up in Dictionary oder das Mac OS X Dictionary Add-On, welche das Kontextmenü um einen entsprechenden Befehl erweitern.