Schul-Zeit

 

Die SCHUL – ZEIT war das Thema der Aufführung der Theatergruppe der Herschelschule am 10. Juni in der gut gefüllten Aula. In einer szenischen Collage wurden im ersten Teil Gedanken und Gefühle von Lehrern und Schülern blitzlichtartig dargestellt. Dabei wechselte die „Rechenstunde“ mit einem Kommentar über Lerninhalte und die Frage nach Interpretationen eines Goethe-Gedichtes wurde begleitet mit der Darstellung eines Weges vom begeisterten Referendar zum verbitterten Lehrer. Szenisches Spiel, Projektionen, Tonbeispiele wechselten einander ab und zeigten Möglichkeiten modernen Theaters.

Der Weg eines Schülers von der Einschulung bis zum Abitur, auf dem „Masken“ benötigt werden, will man erfolgreich sein, wurde im zweiten Teil aufgezeigt. Dass dabei das eigentliche Ziel des Lernens, nämlich zu sich selbst zu finden und sich in der Welt zurechtzufinden, verschüttet werden kann, wurde schmerzlich deutlich. Ob der Schluss mit dem brechtschen Satz „Wichtig zu lernen vor allem ist Einverständnis“ einen möglichen Weg aufzeigt, blieb mit Recht offen.

Die Zuschauer dankten den Spielerinnen und Spielern mit lang anhaltendem Beifall für ihre Leistung, verließen aber gleichwohl nachdenklich die Aula.

 
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