Entlang der Spur: die keiner sieht und keiner riecht.
Es sei denn ein ausgebildeter Bluthund ist verfügbar.
Einführung
Vermisste und gesuchte Personen gehören zum Alltag der Polizei. Jährlich werden in der Schweiz zirka 3000 Menschen vermisst, ein ganz beachtlicher Teil wird nie gefunden. Neben den üblichen Fahndungsmethoden kommen bei diesen Ereignissen regelmäßig Hunde in den Einsatz. Dabei verlässt man sich auf den hervorragenden Geruchssinn und seine Fähigkeit sich auch in schwierigem Gelände flink und trittsicher vorwärts zu bewegen. Bis vor Kurzem kamen in Europa meist Fährtenhunde und Flächen, bzw. Gebirgsflächensuchhunde zum Einsatz. Während der Fährtenhund Bodenverletzungen verfolgt, dabei so nahe wie möglich auf der Fußspur bleibt, sucht der Flächensuchhund mit hoher Nase nach Menschen, wobei jede Person angezeigt wird. Problematisch wird diese Suchweise wenn in stark frequentiertem (kontaminiertem) und / oder städtischem Gelände gearbeitet werden muss.
Seit einigen Jahren wurde in Europa eine uralte Technik und eine uralte Rasse, welche für diese Technik gezielt gezüchtet wurde, wieder vermehrt bekannt und wird seither in der Schweiz professionell eingesetzt, - die Personensucharbeit (Mantrailing) mit dem Bloodhound. Diese Arbeit wird mit dieser Rasse seit Jahrhunderten erfolgreich ausgeübt, ist aber in Europa, im Gegensatz zu den USA, im letzten Jahrhundert in Vergessenheit geraten.
Was ist Mantrailing?
Der Begriff Mantrailing stammt aus dem Amerikanischen und wird dort ganz klar einer bestimmten Sucharbeit mit dem Hund zugeordnet. Leider wurde dieser Begriff in letzter Zeit, vor allem in Deutschland zu einem Modebegriff und wird zum Teil falsch und immer wieder in Zusammenhang mit dem Begriff Tracking verwendet. In den USA sind diese Begriffe und die damit zusammenhängende Arbeitsweise klar definiert. Prinzipiell kennt man 3 Typen der Sucharbeit nach einer Person mit dem Hund, das Tracking, das Air Scenting und das Mantrailing. Tracking ist die Fährtenarbeit mit dem Hund auf Bodenverletzungen, wobei der Hund so nahe wie möglich auf der Fußspur arbeitet und auch Artikel anzeigt (entspricht in etwa der klassischen Sportfährtenarbeit). Das Tracking wird von der AKC, der amerikanischen kynologischen Gesellschaft, als Sportart für sämtliche Rassen angeboten. Das Air Scenting ist die Arbeit nach Windgeruch, welches der Flächensuch-, oder Gebirgsflächensucharbeit entspricht und das Mantrailing, der freien Suchen nach der Individualgeruchsspur der Person. Das Mantrailing wird als Sportart nur innerhalb dem ABC, dem Amerikanischen Bloodhound Club, ausschließlich für den Bloodhound durchgeführt (sogenannte Field Trials). Es handelt sich also beim Tracking und beim Mantrailing um grundsätzlich verschiedene Begriffe und sollten nicht vermischt werden.
Beim Mantrailing verfolgt der Hund die individuelle Geruchsspur eines ganz bestimmten Menschen. Dabei steht es ihm frei, wie er dieser Geruchsspur folgt. Er kann sich dabei nahe oder sogar direkt auf der Fußspur aufhalten, oder aber mehrere hundert Meter davon entfernt arbeiten, je nach Wetterlage, Gelände und individuellen Präferenzen des Hundes. Er ist fähig diese Spur auf jedem Gelände, auch in Stadtsituationen, und noch Tage, in Extremfällen sogar Wochen später zu verfolgen (dies gilt mehrheitlich für die Rasse Bloodhound). Da er einen bestimmten Individualgeruch verfolgt und diesen durch Geruchsunterscheidung (Scent discrimination) von jedem anderen Geruch unterscheiden kann, wird er auch keine Probleme haben, dies auch in stark kontaminiertem Gelände zu tun.
Warum ein Bloodhound?
Bevor wir auf die Geruchstheorie eingehen, möchte ich noch einige Worte über den Spezialisten des Mantrailings, dem Bloodhound sagen. Prinzipiell kann jede Hunderasse für diese Arbeit ausgebildet werden und die meisten Hunde bessere Leistungen bei der Suche nach Personen zeigen, als mit der „klassischen“ Fährtenhund Ausbildung. Verloren geht allerdings die Präzision und das konsequente Anzeigen von Artikeln auf der Spur. Die Grenzen der Leistung, welche eine Rasse bringen kann, sind aber sehr unterschiedlich. Entsprechend der Aussage des amerikanischen Polizeihundetrainers und langjähriger Leiter des Polizeihundewesens in Connecticut Dave Barger, der seit 1981 sowohl Schäferhunde, als auch Bloodhounds in Mantrailing ausgebildet hat, liegen die Grenzen des Schäferhundes (DSH) bei zirka acht Stunden alten Fährten in schwach kontaminierter Umgebung und bei mittlerer Temperatur. Übersteigt die Zeit, die Kontamination oder die Wetterbedingungen diese Werte, bekommen die meisten DSH Probleme. Deshalb werden dort in diesen Situationen auch die Polizeibloodhounds hinzugezogen. Es ist klar, dass in Ausnahmefällen auch Hunde anderer Rassen eine 24 Stunden alte Fährte arbeiten können, dass sind aber ganz klar die Ausnahmen. Jeder durchschnittlich begabte Bloodhound kann aber nach kurzer Zeit eine 24 Stunden alte und ältere Fährte auch unter schwierigen Konditionen arbeiten. Auf die häufige Frage wieso die Conneticut State Police Bloodhounds und nicht eine andere Rasse, vor allem Gebrauchshunderasse verwenden, antwortet Dave Barger, der übrigens als sein persönlichen Familienhund einen Deutschen Schäferhund besitzt, und ein großer Liebhaber dieser Rasse ist: „Wenn Sie die Möglichkeit haben, bequem und sicher mit einer Limousine eine lange Strecke zu fahren, dann nehmen sie auch keinen Kleinstwagen. Kurz: für jede Arbeit gibt es einen Spezialisten und wieso Zeit verschwenden einen Hund auf eine mittelmäßige Leistung zu trainieren, wenn mit kleinerem zeitlichem Aufwand eine weit größere Leistung erreicht werden kann“. Die Schweizer Polizei hat darüber nachgedacht und hat gleich entschieden.
Um zu verstehen, wieso sich gerade der Bloodhound so gut für diese Arbeit eignet, muss man sein Geschichte kennen. Der Bloodhound gehört zu der großen Gruppe der Laufhunde, also Jagdhunde welche frei, häufig in der Meute, mit der Nase nach Wild suchen. Der Bloodhound ist eine der größten und ältesten Laufhundrassen überhaupt und sein Blut ist in den meisten Jagdhundrassen zu finden, bei denen der Geruchssinn eine zentrale Rolle spielt. Sein ursprünglicher Name, welcher auch immer noch im französischen Sprachraum verwendet wird, ist Chien de St Hubert, Sankt Hubertus Hund. Er stammt ursprünglich aus dem Gebiet der Ardennen, welche heute auf Belgischem Boden liegen, daher ist er offiziell eine belgische Rasse. Er wurde bekanntlich schon im 7. Jahrhundert in dieser Form in Abteien gezüchtet und für die Jagd eingesetzt. Er war schon damals für seinen hervorragenden Geruchssinn bekannt. Gemäß dem bekannten Kynologen Dr. H. Wachtel, Wien, wurden bei der Entstehung der Rasse, jeweils die Leittiere der Meuten herangezogen, was auch seine extreme Selbständigkeit und seine Vorliebe, zwar friedlich in der Meute zu leben, aber als Individuum zu jagen, ein Charakterzug, der ihn ganz erheblich von den anderen Laufhunden unterscheidet.
Als königliches Geschenk wurden jährlich ein oder mehrere Paare dieser Hunde an Königshäuser und an die Adligen verschenkt und kamen so im 11. Jahrhundert mit Wilhelm dem Eroberer nach England. Dort wurde der Hund, entsprechend seiner vornehmen Abstammung (wie einige Jahrhunderte später auch die Vollblutpferde) blooded hound genannt, der Vollblutjagdhund, was dann in abgekürzter Form zum Bloodhound wurde. Dieser Ausdruck hat nichts mit Blutrünstigkeit oder einer Vorliebe für Schweißfährten zu tun. Mit den Kolonisten kam diese Rasse in die USA und wurde auch dort wieder für das Suchen und Verfolgen von gesuchten und vermissten Personen verwendet. Da die Hunderasse grundsätzlich friedlich und menschenliebend ist, wurde er immer wieder mit anderen aggressiveren Rassen gekreuzt um eine gewisse Schärfe zu bekommen. Da leider auch diese Mischlinge Bluthunde genannt wurden, kam dieser Name in den Verruf besonders gefährlich zu sein. Der reine Bluthund ist aber, auch gemäß seinem Rassenstandard, friedlich mit Artgenossen und menschenliebend. Alle diese Eigenschaften, welche ihn so für diese Arbeit auszeichnen, machen ihn aber zu keinem einfachen Haus- und Familienhund und völlig ungeeignet für die meisten Arbeiten, welche ein Gebrauchshund spielend lernt und ausübt. Er kann nur selten von der Leine gelassen werden, da er automatisch seiner Nase nachläuft und dabei alles vergisst. Ein nötiger Appell ist auch selten zu erreichen und je weniger je mehr man mit dem Hund arbeitet und den Jagdtrieb fördert. Denn, anders als bei den Gebrauchshunderassen, wird diesem Hund nicht über Unterordnung, Futter- und Spieltrieb das Suchen beigebracht, sondern der vorhandene ausgeprägte Jagdtrieb benutzt und gefördert. Die Sucharbeit ist für den Bloodhound eine angeborene Leidenschaft, die Ausbildung zwar anspruchsvoll für den Menschen, für diesen Hund aber vergleichsmäßig leicht. Gejagt wird immer, wir bringen ihm nur bei das zu jagen, was wir wollen.
Die ganzen langen 1400 Jahre wurde diese Rasse demnach ausschließlich nur auf die Nasenleistung, die Fähigkeit selbständig zu arbeiten und ohne Hilfe des Menschen Probleme zu lösen, die hohe Konzentrationsfähigkeit und seine außergewöhnliche Ausdauer gezüchtet. Dieser Hund ist fähig sich über viele Stunden ununterbrochen auf seine Arbeit zu konzentrieren, ohne jemals zu vergessen wen oder was er sucht. Und ein guter Bloodhound ist ohne weiteres fähig, 6 bis 7 Stunden durchgehend eine Fährte zu arbeiten, ohne dabei ernsthaft zu ermüden. Seine Psyche und auch sein für einen Marathonläufer prädestinierter Körperbau ermöglichen es ihm, diese Leistung zu bringen.
Individualgeruch
Beim Individualgeruch handelt es sich um den individuellen Restgeruch, welchen jede Person ausscheidet. Individualgeruch darf nicht mit dem Körpergeruch einer Person verwechselt werden. Körpergeruch ist das Resultat von schlechter Körperhygiene, Unsauberkeit oder starker körperlicher Aktivität. Körpergeruch kann abgewaschen oder überdeckt werden, während das beim Individualgeruch nie möglich ist.
Der menschliche Körper besteht aus einer riesigen Anzahl individueller Zellen. Diese Zellen sterben kontinuierlich ab und werden durch neue Zellen ersetzt. In einer Untersuchung wurde festgestellt, dass pro Minute ungefähr 50 Millionen Zellen vom Körper abfallen! Diese toten Zellen (englisch auch Rafts) werden von Bakterien zersetzt und geben ein Gas frei. Das ist die Basis dessen, was allgemein Individualgeruchsspur genannt wird. Unterschiede in der persönlichen Umgebung wie Kultur, Diät, persönliche Hygiene, Körperpflegemittel, Gewürze in den Esswaren, etc. machen die Geruchsspur einer jeden Person verschieden und einzigartig.
Wie gelangt dieser Individualgeruch in die Umgebung?
Die Luftschicht direkt am Körper ist im Vergleich zur Umgebung wärmer und weniger dicht. Da warme Luft die Tendenz hat nach oben zu steigen, entsteht ein Luftzug, welcher bei den Füßen beginnt und nach oben steigt, bis zirka 45 cm über dem Kopf, wo sie beginnt abzukühlen. Diese Luftbewegung erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von zirka 35 Meter pro Minute. Bei tiefen Temperaturen wird die Velozität dieses Luftzuges erhöht. Bemerkenswert ist, dass diese Luftbewegung entlang dem Körper unabhängig von der Kleidung stattfindet. Im Gegenteil, manchmal verstärkt die Kleidung sogar diesen Effekt, indem sie die warme Luft aktiv in die Höhe und in die Umgebung pumpt.
Die toten Zellen, welche vom Körper abgestoßen werden, werden von diesem Luftstrom nach oben getragen. Diese mikroskopisch kleinen Partikel bestehen aus einzelnen Zellen oder Zellklumpen. Sie entsprechen in etwa der Größe von Rauch und verhalten sich in der Umgebung auch gleich. Sie reiten mit dem Luftstrom nach oben und regnen, sobald die Luft abkühlt, über den Körper nach unten. Wo diese Partikel auf den Boden fallen, hängt vom Gewicht der Hautpartikel, der Geschwindigkeit mit der sich die Person vorwärts bewegt, dem Wind und den Luftbewegungen in der Umgebung ab. Alle diese Faktoren beeinflussen die Geruchsspur.
Von dem Zeitpunkt an, wenn die Hautpartikel vom Körper abfallen und ihre Reise im Luftstrom beginnen, werden sie von Bakterien zersetzt, welche dabei Gase produzieren. Stellen Sie sich vor, dass jedes Hautpartikel mit Bakterien beladen und von einer Gaswolke umgeben ist. Die Bakterien reiten auf den Hautpartikeln, benutzen sie als Nahrung und produzieren ununterbrochen Gase. Solange diese Hautpartikel in ihrer Gaswolke noch in der Luft schweben, werden sie Luftgeruch (airborne scent) genannt.
Die bakterielle Zersetzung wird durch die Außentemperatur und die Luftfeuchtigkeit beeinflusst. Die Dauer der bakteriellen Zersetzung wird durch die Umwelt beeinflusst. Diese entscheiden, wie lange diese gasförmigen Substanzen vorhanden sind und daher, wie lange eine Geruchsspur für den Hund zur Verfügung steht. Zum Beispiel wird die bakterielle Zersetzung an einem sehr heißen, sonnigen Tag stark reduziert (der Geruch ist weggebrannt / the scent has burned off). Doch sobald die Sonne untergeht und die Temperatur fällt, wird Feuchtigkeit aufgebaut und der bakterielle Zersetzungsprozess wieder aktiviert. Die Geruchsspur wird für den Hund wieder wahrnehmbar.
Es gibt aber noch weitere Faktoren, welche die Geruchsspur und deren Verfügbarkeit für den Hund beeinflussen. Nachdem die Hautpartikel den Körper verlassen haben und die Bakterien mit ihrem Zersetzungsprozess begonnen haben, können die Umweltbedingungen die Umstände verändern und modifizieren, was mitbestimmt wie erfolgreich der Hund eine Fährte verfolgen kann. Dies wird sehr eindrucksvoll demonstriert, wenn Windströme und Luftwirbel die Hautpartikel von der Fußspur wegbewegen und nur ganz wenige an der Stelle verbleiben, wo die Person effektiv gelaufen ist. Der Hund wird dann die Fährte einige bis viele Meter von der Spur entfernt verfolgen, nämlich dort, wo Gebüsche und Hecken die Hautpartikel gestoppt haben.
Hauptfaktoren welche die Geruchsspur beeinflussen:
• Wind
Trägt die Hautpartikel von der Spur in Windrichtung davon.
• Temperatur
Beeinflusst direkt die Geschwindigkeit der bakteriellen Zersetzung. Bei extrem hohen Temperaturen wird die bakterielle Aktivität stark gebremst oder sogar gestoppt. Es steht damit dem Hund weniger Geruch zur Verfügung. Tiefe Temperaturen haben denselben Effekt. Sobald die Temperatur wieder steigt, wird der Zersetzungsprozess wieder aktiviert und die Geruchsspur verstärkt. Die ideale Temperatur für die Arbeit auf der Geruchsspur liegt im Mittelbereich. Es ist allerdings falsch anzunehmen, ein Bloodhound könne nur dann eine Spur verfolgen, wenn diese idealen Konditionen herrschen. Diese Temperaturbreite zeigt nur an, wo die stärkste und am längsten anhaltende Geruchsentwicklung herrscht.
• Regen
Leichter Regen hilft die Geruchsspur zu verstärken, da Feuchtigkeit das bakterielle Wachstum fördert. Da die Komponenten einer Geruchsspur von ihrer Beschaffenheit her ölig und gasförmig sind, wird ein starker Regen die Hautpartikel von der aktuellen Spur wegtragen. Ein langanhaltender starker Regen wird die Geruchsspur unterbrechen und es schwieriger, aber nicht unmöglich für den Hund machen, die Fährte zu verfolgen.
• Zeit
Der bakterielle Zersetzungsprozess beginnt, sobald die Hautpartikel vom Körper abfallen. Wenn die Fährte ganz frisch ist, ist die Geruchsspur noch recht schwach und unterschiedlich ausgeprägt, wird aber mit der Zeit stärker. Es ist bekannt, dass Bloodhounds erfolgreich Fährten von 5, 10, 15 oder mehr Tage folgen können. Jeder Fall ist verschieden und von der Umgebung abhängig.
• Gelände
Auch das Gelände in dem der Hund arbeitet hat einen starken Einfluss wo und wie der Hund arbeitet. In der Stadt herrschen andere Umstände als auf dem Land, im Flachland ganz andere als im Gebirge. Geruch bewegt sich entsprechend der Thermik an den Fuß eines Abhanges oder bei Abkühlung wieder nach oben, Wasser hält und bindet Geruch, Geruch sitzt in Gräben und Bächen, alles Faktoren welche einen Einfluss auf die Arbeitsweise und auch das Entstehen von Problemen hat, welche wir erkennen und richtig interpretieren müssen, wollen wir bei dieser Arbeit Erfolg haben.
• Geruchsartikel
Wir wissen nun, dass wir mit dem Personensuchhund oder Mantrailer eine Individualgeruchsspur verfolgen. Wie aber geben wir dem Hund den Auftrag eine bestimmte Person zu suchen? Wir verwenden dazu einen Geruchsartikel, praktisch ein Fahndungsphoto für den Hund. Was aber ist ein Geruchsartikel, beziehungsweise, was kann als Geruchsartikel benutzt werden? Es ist ganz einfach, alles was mit der gesuchten Person in Kontakt gekommen ist, kann benutzt werden. Am besten ein Gegenstand, welcher der gesuchten Person gehört hat und möglichst porös ist. Es ist vorteilhaft ein Kleidungsstück zu benutzen, welches am Oberkörper getragen wurde oder Leintücher (auf denen geschlafen wurde) und direkt vom Bett genommen werden können. Was kann sonst noch benutzt werden? Alles! Zahnbürste, künstliches Gebiss, Zigarettenstummel, Autoschlüssel, schmutzige Windeln, Haare, Körperflüssigkeiten, gekauter Tabak, Steuerrad, Kleider eines Vergewaltigungsopfers (zuerst das Opfer eliminieren) oder andere Dinge welche in Kontakt kamen: Türklinke, Fenstersims, Registrierkasse, persönliche Gegenstände des Opfers, welche berührt wurden, nur um einige wenige zu nennen. Im Training müssen alle diese Gegenstände benutzt werden. Auf diese Weise ist es Ihnen möglich auch vor Gericht zu beweisen, dass Sie einen solchen Gegenstand benutzen können und zum Erfolg kommen.
Abschliessende Bemerkung
Literaturnachweis
Scent and the Scenting Dog - William G. Syroduck
Handout Polizeibloodhound Seminar Basel, Aug. 2000 - Jack Shuler, Terry Davis,
Dave Barger, Dan Senger
The New Complete Bloodhound - Lena Reeds und Catherine Brey