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Donnerstag, 5. April 2007
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Information: Neue Varianten zum Transfer von Phishing-Geldern Titelbild
 
 
Seit einiger Zeit zirkulieren Meldungen über vermeintliche Jobangebote mit ausserordentlich hohem Verdienst. Dahinter stehen in der Regel Banden, welche dank der Hilfe gutgläubiger Bürger, Phishing-Gelder (ins Ausland) transferieren wollen. Es tauchen vermehrt neue Varianten dieser Form der Geldwäsche auf, die schwierig zu erkennen sind und auch kleinere und mittlere Betriebe betreffen können.
Seit einiger Zeit zirkulieren Jobangebote, welche - ein eigenes Bankkonto vorausgesetzt - hohe Verdienste versprechen. Diese Angebote finden sich auf Online-Jobbörsen oder werden via E-Mail breit gestreut. MELANI hat dazu bereits im letzten Sommer eine Warnung publiziert. Da das Rekrutieren solcher „Finanzmanager" zunehmend schwieriger wird, suchen die Betrüger immer nach neuen Varianten.
Eine solche Variante (die MELANI zur Kenntnis gebracht  wurde) beginnt damit, dass die Betrüger, Geld auf ein Konto (beispielsweise eines KMU) einzahlen. Anschliessend geben Sie beim Geldempfänger ein Versehen vor und fordern den Betrag zurück. Die Rückerstattung soll über Bargeldtransfer-Firmen, meist „Western-Union", erfolgen, wobei die Empfänger häufig in Osteuropa beheimatet sind.
Eine andere Variante ist der Kauf von Waren, welche auf Internetportalen angeboten werden. Die Begleichung des vereinbarten Kaufpreises wird vom Betrüger zeitgerecht per Banküberweisung getätigt. Anschliessend storniert er den Kauf aber und verlangt, dass das Geld via Bargeldtransfer-Firmen ins Ausland zurückerstattet werden soll.
Da die Varianten von Geldwäsche zahlreich und die Kreativität der Betrüger scheinbar grenzenlos ist,  ist es wichtig folgende Massnahmen zu befolgen.

Massnahmen:
    •    Grundsätzlich ist Vorsicht geboten, wenn Geld, welches man zuvor (gewollt oder irrtümlich) bekommen hat, an Unbekannte via Bargeldtransfer überwiesen werden soll.
    •    Führen Sie Rückbuchungen nicht ohne weiteres direkt ins Ausland aus, sondern überweisen Sie das Geld zurück auf das Ursprungskonto und informieren Sie das betroffene Finanzinstitut.
    •    In jedem Fall sind Angebote, welche einen grossen Verdienst versprechen, mit Vorsicht zu geniessen. Eigene Bankkonten sollten nie Dritten für Finanztransaktionen zur Verfügung gestellt werden.
    •    Bei Verdacht auf Betrug oder Geldwäsche sollten die Behörden (lokale Polizeidienstelle oder die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität KOBIK) benachrichtigt werden.
 
 
Miteillung von: melani.admin.ch