Eine gelungene Premiere
Eine gelungene Premiere
Lange Zeit hatten wir befürchtet, dass Regen die durch die Weinberge führenden Wege möglicherweise aufweichen und uns vor ganz erhebliche Probleme stellen würde. Bei unserer „Vortour“ im März hatten wir zwei Tage lang mit zähem Matsch und einem immer wieder blockierenden Vorderrad zu kämpfen. Doch diesmal schien die Sonne und alle Wege waren trocken - was zur Folge hatte, dass wir bei unserer Tour mächtig Staub aufwirbelten.
| Freitag, 13.4.2007
Motorradwandern - mal anders
Eigentlich hatten wir „nur“ mit acht Endurofahrern auf diese ungewöhnliche „Weinbergswanderung“ gehen wollen. Letztlich waren wir dann doch zehn - und hätten noch ein paar mehr mitnehmen können, so groß war die Nachfrage.
In Dorn-Dürkheim trafen wir uns am Freitagnachmittag, um schon mal eine erste kleine Runde durch die Weinberge drehen zu können. Eine buntgemischte Truppe war da zusammengekommen, die ein Wochenende lang möglichst viele unbefestigte Wege unter die (Stollen-)Reifen nehmen wollte: Stefan (BMW R 1100 GS), Andreas (Suzuki DR-Z 400), Michael (Kawasaki KLE 200), Hartmut (Yamaha SR 500), Georg (Suzuki DR 350), Michael (BMW R 1150 GS), Gerhard (BMW F 650), Markus (Beta Alp), Andreas (BMW R 1100 GS) und Martin (Suzuki DR 650). Als Tourguides waren Speedy (Honda Dominator) und Uwe (Suzuki DR 350) dabei.
Gut 25 Kilometer lang sollte der Ausflug am Freitagnachmittag sein. Ein gute Stunde würden wir dafür unterwegs sein - plus der Zeit, die wir für Fotostopps brauchten. Und die legten wir immer wieder ein, führte uns die Route doch häufig durch schmale Hohlwege, die kaum breiter also die Lenker unserer Enduros waren. Das musste natürlich im Bild festgehalten werden.
Gegen 18 Uhr waren wir wieder im „Weingut Knobloch“, dem Ausgangspunkt unserer Weinbergs-Expedition. Jetzt schnell duschen und dann ein kühles Bier auf der Terrasse genießen, bevor wir uns aufs Abendessen stürzten: Eine köstliche Käsesuppe gab es, danach Pfälzer Saumagen (nach Dorn-Dürkheimer Art), reichlich Kassler, dazu Käse, Wurst und frisches Brot sowie einen leckeren Nachtisch. Und weil wir bei einem Winzer wohnten, kredenzte der uns natürlich alles auf, was sein Keller an guten Tropfen her gab - und das war reichlich. Wovon wir uns überzeugen konnten
| Samstag, 14.4.2007
Mittagessen - im Angesicht des Tigers
Punkt 9 Uhr starteten wir am Samstagmorgen zur nächsten Tour. Auf verschlungenen Weinbergspfaden ging es zunächst Richtung Ingelheim. Am Bismarckturm wollten wir zu Mittag essen. Hier konnten wir eine herrliche Aussicht auf den Rhein genießen - und fünf Tiger bewundern, die der Gasthaus-Besitzer zu seinem Vergnügen art- und regelgerecht hält. Zuvor hatte uns Michael jedoch spontan zu einem Kaffeepäuschen in den heimischen Garten eingeladen.
Für den Nachtisch legten wir einen kurzen Stopp in Gau-Algesheim ein, gibt es hier doch das angeblich beste Eis in ganz Rheinhessen. Weiter ging es, quer durch die Weinberge, Richtung Bad Münster am Stein. Auf dem Weg dorthin „lasen“ wir noch Dieter auf, einen der übrigen Tourguides, der sich uns ein Stück des Weges anschließen wollte.
Hoch oben im Wald von Feilbingert stärkten wir uns am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen für den Heimweg, den wir auf kleinen, kurvenreichen und zumeist asphaltierten Straßen zurücklegten. Quer durch die „Rheinhessische Schweiz“ ging es, bis wir am frühen Abend wieder Dorn Dürheim erreichten.
Ein Teil der Gruppe steuerte zielsicher die „Deerkemer Kuh“ an, eine kleine Pension, in der wir noch einige Zimmer anmieten konnten, weil - aufgrund der großen Nachfrage - nicht alle Teilnehmer im „Landhotel“ des Weinguts Knobloch unterkommen konnten.
Pünktlich zum Abendessen saßen alle wieder an der langen Tafel zusammen und ließen sich Spießbraten mit Bratkartoffeln und Krautsalat schmecken. Gut gestärkt konnten wir die „Abenteuer“ des Tages dann noch einmal Revue passieren lassen.
| Sonntag, 15.4.2007
Noch mal eine kleine Runde
Auch am darauf folgenden Sonntag traten wir - nach einem ausgiebigen Frühstück - unsere letzte Etappe der „Weinbergswanderung“ bei strahlendem Sonnenschein an. Dank der (recht teuren, aber unheimlich genauen) topografischen Karte im Garmin fanden wir auch hier wieder winzig kleine Wege, die uns bis zum Mittag einiges abverlangten. Dann kamen die ersten Spaziergänger. Da wir diese nicht belästigen wollten, wurde es Zeit, zum Essen einzukehren und anschließend die Heimreise anzutreten. Damit lagen wir genau im Plan.
Alle fanden: Die Premiere war gelungen! Einhelliger Wunsch: Auch im nächsten Jahr sollte es wieder eine Endurowanderung zum Saisonstart geben. Wir arbeiten dran!
Eine kleine Diashow mit ausgewählten Bildern dieser Motorradtour findest Du unter dem Stichwort Weinbergs-Wanderung im Fotorückblick.
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