Vom Vogelsberg bis in die Rhön
Vom Vogelsberg bis in die Rhön
Die Aussicht vom Gipfelplateau des „Monte Kali“ war fantastisch, der Weg dorthin mühsam und schweißtreibend. Ein „Heldenfoto“ musste da einfach sein. Das Bild steht in voller Auflösung (772 KB) zum download bereit. Einfach hier klicken: Salzberg.JPG
Gut 30 Biker gingen beim diesjährigen Sommerfest der Motorradfahrer des ADAC Hessen-Thüringen von Schotten aus auf Tour. Ziel war der Monte Kali bei Heringen. Kurz vor dem Start gab es das obligatorische Gruppenbild, das zum download in voller Auflösung (1,3 MB)zur Verfügung steht. Einfach hier klicken: Gruppenbild.JPG.
Wieder einmal Glück mit dem Wetter
Irgendwie müssen wir bei Petrus einen Stein im Brett haben. Eigentlich waren für das Wochenende heftige Regen- teilweise sogar Graupelschauer angekündigt. Bitter kalt sollte es werden, so richtig ungemütlich, und das mitten im August. Und dann kam doch alles anders.
Bis Freitagmittag hatte es so ausgesehen, als ob die Wetterfrösche recht behalten sollten. Schon früh am Morgen öffnete der Himmel seine Schleusen; es regnete in Strömen. Der Gedanke, bei diesem Wetter in den Vogelsberg zu fahren, war nicht wirklich verlockend. Und die Aussicht, am Samstag von Gewittern begleitet eine Tour in die Rhön zu unternehmen, nicht minder.
Doch pünktlich zur Mittagszeit, als das Motorrad aus der Garage geschoben wurde, hörte der Regen auf und die Kombi blieb erst einmal im Koffer. Über Landstraßen ging es nach Schotten, wo schon die ersten Teilnehmer warteten. Als kurz nach 16 Uhr sogar die Sonne raus kam, gab es kein Halten mehr. Schnell wurden die Motoren gestartet und eine Runde um den Hoherodskopf gedreht.
Auf dem Gipfel des alten, erloschenen Vulkans trafen wir eine Gruppe älterer Herrschaften, die mit blankgeputzten Moppeds der späten 60er und 70er Jahre eine Ausfahrt unternahmen. Stolz wie Oskar tuckerten sie mit ihren Kreidler und Puchs an uns vorbei und hüllten den Parkplatz in eine dichte Wolke Zweitakt-Nebels.
Gegen 18 Uhr waren wir zurück im Hotel und trafen auf den Rest der Teilnehmer, die vereinzelt, weil sie dem Wetter nicht trauten, mit dem Auto angereist waren. Nach einem leckeren Abendessen und einem kurzweiligen Fotorückblick auf die Saison 2004 saßen wir noch lange in trauter Runde zusammen.
Am Samstag stand dann die traditionelle gemeinsame Ausfahrt auf dem Programm. Diesmal sollte es in die Rhön gehen - zum Monte Kali. Gut 120 Kilometer lagen vor uns, unterbrochen von einer kleinen Kaffeepause zum Aufwärmen. Es war nicht gerade warm, aber es war trocken! Und das war doch die Hauptsache, oder?
Gegen 13 Uhr trafen alle vier Gruppen im Jagdhaus Bodeschuh ein, wo wir uns vor dem Aufstieg zum Monte Kali noch einmal stärkten. Ein schweißtreibender Fußmarsch aufs Gipfelplateau lag vor uns. Eine Höhe von 500 Metern galt es zu erreichen. Und auf die führte ein Weg mit bis zu 28 Prozent Steigung! Wenig tröstlich, dass letztlich nur eine Differenz von 100 Höhenmetern zu überwinden war. Die Lunge pfiff bei so manchem aus dem letzten Loch.
Doch die Aussicht war fantastisch und die Tatsache, auf einem mehr als 200 Meter hohen Berg aus Salz zu stehen, einzigartig. Nur gut einer Stunde traten wir, versehen mit vielen Informationen unseres fachkundigen Führers, wieder den Abstieg und damit auch den Heimweg an. Schließlich wartet im Hotel als Lohn der Mühe zum Abendessen ein großer Grillteller auf uns.
Die autofahrenden Teilnehmer, die den Tag sinnigerweise im Schwimmbad verbracht hatten, mochten es gar nicht glauben, dass wir auch am Samstag von Regen verschont geblieben waren. Irgendwie hatte es immer gepasst. So manchem Wolkenbruch fuhren wir einfach hinter her, selber naß geworden sind wir aber nicht.
Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein Sommerfest geben und wahrscheinlich werden wir noch einmal nach Schotten fahren. Wenn Du Interesse hast, daran teilzunehmen, schreib uns einfach eine Mail: tourinfo@kurvenfieber.de
Etwas ausführlicher werden wir in Kürze auf den Seiten „Reise-Rückblick“ über unser diesjähriges Sommerfest berichten. Dann gibt es vor allem viel mehr Fotos zu sehen. Bis dahin bitten wir noch um ein wenig Geduld. Danke.
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