vogelzug  am wesensee

 
 
Der Wesensee gehört wegen seiner starken langfristigen Wasser-
standsschwankungen zu den eigenartigsten Seen der Region. Größe, Tiefe und Uferstrukturen verändern sich kontinuierlich. Etwa seit den 1980er Jahren fällt der Pegel und immer neue Inseln, Findlinge, Baumstümpfe und Schlammbänke treten hervor. Dies ist ein Zeichen dafür, dass das heutige Seebecken nicht immer mit Wasser gefüllt war.
Während um 1980 die Seefläche mit knapp 68 ha angegeben wurde, waren es Anfang der 1990er Jahre nur noch 49 ha.
Der Name Wesensee leitet sich von „Wiesensee” ab und deutet darauf hin, dass sich in früheren Zeiten an dieser Stelle nur eine (feuchte) Wiese befand.
Man geht davon aus, dass der See erst nach dem 13. Jh. durch den natürlichen Anstieg des Grundwasserspiegels entstand. Zusätzlich dürften Hangabflusswässer, die durch Waldrodung vermehrt anfielen, zum Auffüllen der Senke geführt haben.
Höckerschwan
(11. Mai 2001)
balzende Schwäne
(12. Februar 2000)
Fischadler
(9. September 1999)
Flußregenpfeifer
(11. Mai 2001)
Flußregenpfeifergelege
(4. Juli 2000)
Sturmmöwe
(11. Mai 2001)
Lachmöwe
(11. Mai 2001)
Flußseeschwalbe
(11. Mai 2001)
Versteck/Landzunge
(3. August 1999)
Bruchwasserläufer
(5. Juli 2000)
Grünschenkel
(14. August 2000)
Grünschenkel & Dunkler Wasserläufer (15.8.2000)
Flußuferläufer
(3. August 1999)
flügeltrocknender Kormoran (3.8.1999)
Kormorane/Steininsel
(2. Oktober 2001)
landende Graugänse
(3. August 1999)
Graugänse
(3. August 1999)
Fischreiher
(2. Oktober 2001)
landende Kiebitze
(1. September 2005)
Kranichfamilie/Westufer
(1. September 2005)
Kranichfamilie/Westufer
(1. September 2005)
Jungkranich
(1. September 2005)
Rotkehlchen
(12. November 1998)
Ostufer, Blick nach Süden (4. Februar 2000)
Ostufer  
(28. Dezember 2000)
zugefrorene Vogelinsel (24. Januar 2000)
Blick vom Ostufer über den See (23.1.2007)
 
Länge:  ca. 250 Dias Der heute polytrophe Flachsee bietet durch seine vielen Schlickflächen einer hochinteressanten Wasser- und Watvogelgesellschaft Rastmöglichkeiten. Schon im Juli kann man verschiedene Wasser- u. seltener auch Strandläufer beobachten, die meist in kleinen Gruppen eintreffen. Eine Besonder-
heit war die Beobachtung eines Knutts am 18. September 2004, der als Einzelvogel gesichtet und von mir gefilmt wurde (siehe hierzu den Videofilm
Die Südbucht des Wesensees im Jahre 1999; diese ist inzwischen vollständig verlandet, die Uferlinie befindet sich jetzt in Höhe der Spitze des Schilfgürtels (Stand 2007).
„Die Vogelwelt am Wesensee”). Wie rasant der Pegel gegenwärtig abnimmt, wird an der Vogelinsel in der Südbucht deutlich: im Jahre 1998 zeichnete sich an dieser Stelle nur eine Schlammbank ab, 1999 entstand eine flache, noch kahle Insel, 2000 war der erste Grünanflug zu bemerken und seit 2003 hat sie bereits  ständige Landanbindung. Heute würde sich keiner mehr vorstellen können, dass es hier überhaupt eine Insel gab. Diese krasse Veränderung innerhalb weniger Jahre wird in dem Vortrag dokumentiert. Außerdem kann man dies auf folgender Website sehen und nachlesen:   Der Wesensee
Solche Entwicklungen lassen sich am Wesensee an mehreren Stellen verfolgen, Beispiele wären die steinige Nordinsel oder auch die Insel in der Westbucht, beide sind inzwischen ebenfalls Geschichte. Erstere spielt auch im Vortrag eine Rolle und außerdem in den Videofilmen „Die Vogelwelt am Wesensee”  und  „Tierbeobachtungen am Wasser”.
Sie wird sowohl als kahle Steininsel gezeigt, als auch in einem Stadium, in dem sie flächendeckend bewachsen ist.
Hier führte der Brodowiner Ornithologe Dr. Martin Flade Zählungen von Lachmöwen- und Flußseeschwalbengelegen durch, bei denen ich ihn begleiten und die Szenerien auf Dia- und Videofilm festhalten durfte. Damit ist eine weitere interessante Sache angesprochen, nämlich die Dynamik der Möwen- und Seeschwalbenkolonien in Abhängigkeit von den Veränderungen am See.
Ansonsten gibt die folgende
Dr. Martin Flade während der Gelegezählung am
                            21. Mai 2006 Bilderauswahl wieder einen Einblick in den Vortrag, der die bunte, aber teilweise unauffällige und zudem wenig bekannte Vogelwelt des Wesensees zur Zugzeit näher bringen soll, und der außerdem die Seedynamik über einen Zeitraum von 9 Jahren (von 1998 bis 2007) dokumentiert.

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