Vorwort
Im Jahre 1988 begann ich (meine Fotoausrüstung frisch erworben), mich mit der Tierfotografie auf Farbdiafilm zu beschäftigen, womit ich mir einen bis dahin bereits lange gehegten Wunsch erfüllte.
Ich hatte es mir viel einfacher vorgestellt, als es dann tatsächlich war. Auch ein Teleobjektiv konnte eben nicht zaubern, und schon bald musste ich einsehen, dass es nicht ausreichte, nur im Vorbeigehen mal schnell zu knipsen (auch wenn das oben gezeigte Bild ein so entstandener Schnappschuss ist), sondern dass mitunter sehr umfangreiche Vorbereitungen dafür getroffen werden mussten, zumal ja das ungestörte Treiben der Tiere auf Film gebannt werden sollte und nicht irgendeine Superszene, die vielleicht interessant gewesen wäre, aber eine unnütze Beunruhigung dargestellt hätte. Somit ist Tierfotografie immer auch ein Kompromiss.
Lichtbildervorträge sollen den Zuschauern die Natur näher bringen, dadurch Interesse wecken und neugierig machen und natürlich auch das Bewusstsein für einen sorgsamen Umgang mit unserer Tier- und Pflanzenwelt fördern. Schon deshalb ist es wichtig, beim Fotografieren behutsam vorzugehen, nur so lässt sich das natürliche Verhalten beobachten, auch wenn es nicht immer richtig gelingt und es immer wieder Situationen gibt, in denen man die Aufmerksamkeit der Tiere auf sich lenkt.
In den Folgejahren hatte ich nun ausgiebig experimentiert, was sich in den Vorträgen teilweise auch niederschlägt, alle möglichen Filmsorten (fast alle) hatte ich ausprobiert, bis ich dann halbwegs das Richtige gefunden habe, wobei nicht jeder Film für jede Situation gleichermaßen geeignet ist.
Die Digitalfotografie konnte zwar bislang die konventionelle Fotografie nicht verdrängen, führte aber bei den Filmherstellern zu einer „Konzentration auf das Wesentliche”, womit gemeint ist, dass die teilweise schon unübersichtlich gewordene Produktpalette von Filmen beträchtlich geschmälert wurde und es somit heute nur noch einige wenige Sorten gibt, mit denen man aber erstaunliche Bildergebnisse erzielen kann.
In den 1990er Jahren nahm ich zweimal an der Kreisfotoschau in Eberswalde teil, um mich im Wettbewerb mit anderen Fotografen zu messen, wobei ich aus heutiger Sicht sagen muss, dass die Bewertungen immer relativ gesehen werden müssen, meines Erachtens auch oftmals subjektiv erfolgen, denn die Erfahrung und auch die intensive Beschäftigung mit der Fotografie lehren mit der Zeit, nach welchen Kriterien man Fotos beurteilen muss (oder müsste). Jedenfalls würde dies dazu führen, dass es nicht immer dieselben Preisträger sind, die sich jedes Mal auf’s Neue feiern lassen können, was ja leider oft der Fall war. Immerhin konnte ich im Jahre 1995 den Jugendpreis (für die Gesamtleistung) für mich notieren, der unter anderem ein Buch über professionelle Natur- & Landschaftsfotografie beinhaltete, welches teilweise die Grundlage für meine heutige Fotografie darstellt.
Doch nun zurück zu den Diavorträgen.
Auf den folgenden Seiten werden insgesamt fünf davon vorgestellt, die sich alle mit der Tierwelt (nebenbei auch mit der Pflanzenwelt) beschäftigen, und zwar immer auf einen bestimmten Lebensraum bezogen. Einige Arten treffen wir sowohl hier, als auch dort an, so dass sie manchmal in mehreren Vorträgen vertreten sein können.
Jeder einzelne Vortrag hat hier seine eigene Seite, auf der kurz der Inhalt beschrieben wird, außerdem ist jeweils die Anzahl der Dias angegeben und schließlich kann man sich eine Auswahl der Bilder als Diashow ansehen.
Vorträge, die sich nicht auf die Tierwelt, sondern auf Landschaften und bestimmte Gegenden beziehen, werden gesondert auf anderen Web-Sites als dieser vorgestellt. Dadurch lassen sie sich thematisch besser trennen.
Solche Vorträge befassen sich z.B. mit der Schorfheide als eine besonders interessante, historische Landschaft, oder sie zeigen einzelne Orte aus verschieden Landkreisen, was dann unter dem Thema „Märkische Heide” zusammengefasst wird und ähnliches.
Wiederum eine gesonderte Web-Site haben die beiden Diavorträge, die sich mit den Ostseeinseln bzw. -halbinseln befassen (Hiddensee, Darß), weil diese Landschaften wieder in eine eigene Kategorie gefasst werden können.
Besonders hingewiesen sei an dieser Stelle auch auf die dreiteilige Diaserie
„Jenseits der Wirklichkeit”, die verschiedene Landschaften auf Infrarotfilm zeigt, der mit seiner Falschfarbendarstellung besondere Gestaltungsmöglichkeiten bietet.
Wie das aussieht, kann man auf meiner gleichnamigen Internetseite
anschauen, wo einige Bilder aus diesen Vorträgen, die immer mit einer mystischen Musik begleitet werden, zu sehen sind.