STIFTUNG
GESCHICHTSHAUS BOMLITZ
e.V.
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Veranstaltungen


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Informationsbriefe


Infobrief 7: 19.12.2005
Infobrief 8: 29.11.2006
Infobrief 9: 28.03.2007
Infobrief 11: 18.12.2007
Infobrief 12: 22.05.2008
Infobrief 13: 25.02.2009
Infobrief 14: 20.12.2009
Infobrief 15: 16.01.2011
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Veröffentlichungen


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Ansprechpartner


Vereinsanschrift:
Stiftung Geschichtshaus Bomlitz e.V.
Lindenring 31
29699 Bomlitz
Gemeinnütziger Verein, gegründet 2003
Eingetragen beim
Amtsgericht Walsrode VR 646
1. Vorsitzender:
Thorsten Neubert-Preine M.A.
Lindenring 31
29699 Bomlitz
Tel. 05161 / 602785
E-Mail:
2. Vorsitzende:
Adelheid Uhlig
Bommelsen
Schatzmeister:
Sebastian Zinke
Benefeld
Vereinskonto:
Kreissparkasse Walsrode
Konto-Nr. 1549351
BLZ 251 523 75
Der Geschichtshaus-Verein stellt sich vor
Der Verein „Stiftung Geschichtshaus Bomlitz“ hat sich zur Aufgabe gemacht, die wechselvolle Geschichte der niedersächsischen Industriegemeinde Bomlitz in der Nähe des Autobahndreiecks Walsrode (A 7 / A 27) einem breiteren Publikum näher zu bringen. Die Entwicklung der Gemeinde ist eng mit der 1815 von August Wolff gegründeten Pulverfabrik verbunden, die unter dem Namen Wolff & Co. KGaA zu einem großen Chemieunternehmen anwuchs und heute Teil eines weltweit agierenden Konzerns ist. Es stellt damit ein hervorragendes Beispiel für die industriegeschichtliche Entwicklung von Unternehmen im ländlichen Raum dar.
Tiefgreifende Veränderungen brachte die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur von 1933 bis 1945. Im Rahmen der Aufrüstungspolitik vereinbarte das Oberkommando des Heeres mit dem Bomlitzer Unternehmen den Bau von neuen Pulverproduktionsstätten. In diesem Zusammenhang wurde 1938 die Tochterfirma „Eibia GmbH für chemische Produkte Bomlitz“ gegründet, die während des Zweiten Weltkriegs zu einem der größten Pulverproduzenten Europas aufstieg. Diese Firma unterhielt weitere Produktionsstandorte in den Weserorten Liebenau und Dörverden, die ca. 40 km vom Firmensitz entfernt waren.
Für die Bomlitzer Produktionsstätten wurden umfangreiche Lagerkomplexe in dem angrenzenden Ort Benefeld und der Stadt Walsrode errichtet, die das Orts- und Stadtbild maßgeblich prägten. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs konnte der Arbeitskräftebedarf für die Kriegswirtschaft im Inland nicht mehr gedeckt werden. Aus diesem Grund erfolgte die zunehmende Anwerbung von Ausländern für den Arbeitseinsatz im Reich. Mit Fortschreiten des Krieges wurden immer mehr Ausländer zwangsweise nach Deutschland verbracht. In allen Eibia-Standorten zusammen waren in Spitzenzeiten ca. 16.000, davon in Bomlitz-Benefeld ca. 6.000 ausländische Arbeitskräfte aus mehr als 20 europäischen Ländern eingesetzt.
Die historischen Zusammenhänge, die europäische Dimension und die Einzel-schicksale im Zusammenhang mit der Fremd- und Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs drohen zunehmend in Vergessenheit zu geraten. Während in Ländern wie Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Polen die Erinnerung u. a. in Vereinigungen der ehemaligen Zwangsarbeiter wach gehalten wird, findet sich am ehemaligen Firmensitz in Bomlitz kein Ort des Erinnerns und Gedenkens, was immer wieder zu erheblicher Enttäuschung bei den Betroffenen und deren Nachkommen geführt hat.
Der Verein „Stiftung Geschichtshaus Bomlitz“ will die Industriegeschichte veranschaulichen, an die Verhältnisse und Folgen der NS- und Nachkriegszeit erinnern, sowie der Opfer gedenken. Hierfür initiierte der Verein im Jahre 2005 u. a. die Schriftenreihe RÜCKBLENDE, in der bislang 5 Themenhefte erschienen sind. Interessenten können sie beim Verein, im lokalen Buchhandel und der Gemeinde Bomlitz erhalten. Darüber hinaus werden Vorträge, Zeitzeugentreffen, Führungen, Ausstellungen und Schulprojekte organisiert, die zu einer aktiven Auseinandersetzung mit den sich daraus ergebenden Themen beitragen sollen. Die bereits stattgefundenen Veranstaltungen haben gezeigt, dass für die Vereinsarbeit ein breites Interesse besteht.
Der Verein möchte durch seine Angebote nicht nur ein lokalgeschichtlich interessiertes, sondern auch ein überregionales Publikum aus allen Altersgruppen ansprechen. Die Vereinsarbeit soll damit die Möglichkeit für
vielschichtiges SEHEN, würdiges GEDENKEN und motivierendes LERNEN
bieten.
Stand: Juni 2010/TP
