Trendcast

 
 
 

Themen kommen, Themen gehen. Themen bleiben.

Es gibt die „early adopters“; Freaks, die das Gras wachsen hören und schon dabei sind, wenn andere noch gar nicht wissen, was da kommt.

Und die ewig Gestrigen. Die immer noch abwarten, bis alles total zu spät ist und sie keine Chance mehr haben.

Und dazwischen diejenigen, die nie so recht wissen, wann ein Thema, ein Trend, eine Technologie, ein Thread so richtig heiß ist und wann nicht. Für diejenigen, die auf der Suche sind, ob sie sich nun einen Tritt in den Hintern geben müssen oder sie noch lieber warten sollen, hier unser Cockpit mit der gefühlten Trend-Temperatur, „cold“ or „hot“?

Herbst 2007
Im Kommen   
Dauerbrenner   
Finger weg  
tot, aus, vorbei


  1. Aufzählungszeichen Apple: iPhone im Gerede, Batterien mit Probleme, Leopard nicht in Sicht. Was ist los in Cupertino? Die restriktive Firmenpolitik fällt einem allmählich auf die Nerven. Business ist gut, aber Kult hat auch Grenzen.
    Anredeformen-Hierarchie, aufsteigend:
    Der Papst: „Heiliger Vater“
    Dalai Lama: „Seine Heiligkeit“
    Jobs: „His Steveness“
    Gott: „Allmächtiger“
    – Frage: wann muss sich Gott geschlagen geben?

  2. Aufzählungszeichen Mitarbeiterführung, Motivation, Teamgeist: Klingt wie altmodisch, ist aber das wohl wichtigste Thema für Firmen, die ihren Drive im Markt behalten (oder bekommen) wollen („Jeder Fehler eines Mitarbeiters ist ein Versagen einer Führungskraft“).

  3. Aufzählungszeichen „Grünes Drucken“: – Ökologie und Ökonomie sind eigentlich ein und dasselbe.

  4. Aufzählungszeichen Preisfindung nach eigener „Kosten“-Kalkulation: Der Quatsch schlechthin. Preise richten sich nach dem Markt. Wer zu teuer produziert, ist schlecht aufgestellt und kann nicht die Kunden dafür bestrafen.

  5. Aufzählungszeichen PDF/X in alle seinen Varianten: das absolute Muss für jeden Printmedienprofi .

  6. Aufzählungszeichen Standardisierung im Offsetdruck: wer sie nicht hat, ist schlimm dran.

  7. Aufzählungszeichen web-to-print: Es ergeben sich irre Chancen für Vertrieb und Organisation !

  8. Aufzählungszeichen Workflow ohne zentrale Netzadministration (also „herkömmliche“ Netzarchitektur): Horror für die Administratoren.

  9. Aufzählungszeichen Schriften: Es gibt so viele freche, schone, solide, passende junge und klassische Fonts. Eine Renaiisance.

  10. Aufzählungszeichen XXL-/Jumbo-Formate im Drucksaal: machen vereinzelt viel Sinn, führen aber zu einer dramatischen Überkapazität (wo sollen die geeigneten Aufträge herkommen?)

  11. Aufzählungszeichen Kleine Supporter, Händler, Einzelberater: Es so viel Know-how auf dem Markt, warum alle Fehler erst selber machen?

  12. Aufzählungszeichen Papier / Design-Papier: Immer mehr Grafiker entdecken es, immer mehr Kunden lassen sich dafür begeistern; wer nur über den Papierpreis redet, hat nix kapiert.

  13. Aufzählungszeichen Digitaldruck: Ohne darauf abgestimmten Vertrieb, Organisation, Infrastruktur nutzlos; wenn aber alles zusammenkommt, nach wie vor hohes Entwicklungspotential.

  14. Aufzählungszeichen drupa 2008: Die Branche stöhnt noch gerne, aber die Messe ist bis in den letzten Winkel ausgebucht – es wird / bleibt spannend.

  15. Aufzählungszeichen InDesign ./. Quark als Systemstreit: Wer jetzt noch diskutiert, tut‘s auch noch in 10 Jahren. Beide haben ihre Berechtigung; Diskussionen nützen nichts, man muss sich entscheiden.

  16. Aufzählungszeichen Multi-Channel-Marketing: Exakt das, was Marketer wirklich brauchen; es geht weit über Cross-Media, Multi-Media, Xmediales hinaus ... !

  17. Aufzählungszeichen Proofing: Wer seine Hausaufgaben nicht macht, bekommt die Farbe nicht in den Griff.

  18. Aufzählungszeichen Media-Asset-Management (MAM), die Fortführung von Database-Publishing: Solidität ist wichtiger als Hast und Eile; es muss zu Aufgaben und Zielsetzungen passen.

  19. Aufzählungszeichen Apple OS/X, Leopard: Da freut man sich drauf.

  20. Aufzählungszeichen Windows Vista: Wenn man ein netter Mensch ist, könnte man es akzeptieren; Begeisterung hört man nirgendwo.

  21. Aufzählungszeichen XPS (Seitenbeschreibungssprache von Microsoft); als Parallele zu PDF schon wegen der Einbindung in Microsoft-Office spielt es zukünftig eine wichtige Rolle.

  22. Aufzählungszeichen Hybride Print-Produktionsworkflows: Die Kombination von Administration und Produktion – meist letzten Endes selbst implementiert – ist der Königsweg.

  23. Aufzählungszeichen JDF: kommt, man muss aber im Moment nicht drüber sprechen.

  24. Aufzählungszeichen Berufsschulen: extrem unterschiedliche Qualität; manche super, etliche superschlecht; insgesamt steht die Art der Berufsausbildung auf Messers Schneide.

  25. Aufzählungszeichen Mailroom / Versandraumtechnik für Zeitungen, Zeitschriften: Für Verleger eine Goldgrube für die Anpassung der Objekte an die Bedürfnisse des Lesermarktes.

  26. Aufzählungszeichen Karriere-Beratung, Headhunting: Schon jetzt erkennbar, es wird einen Arbeitskräftemangel an erfahrenen Spitzenfachleuten geben.

  27. Aufzählungszeichen Druckereien ohne klares Markt- und Vertriebskonzept: Ein zähes, aber sicheres Sterben.

  28. Aufzählungszeichen Verbände der Druckindustrie – es hat den Anschein, sie wissen nicht mehr, ob sie Motor der Innovationen der Branche und wie sie von Nutzen sein können.

  29. Aufzählungszeichen Hybrid-Workflows II – technische Workflows: Digitaldruck oder Offset? Egal, alles stammt aus einem gemeinsamen Workflow. Mit „late binding“, dem PDF mit Farbseparierung und Profilen erst ganz am Schluss des PrePress !!!!

  30. Aufzählungszeichen Digitaldruck-Qualitätsmeckerer: Wer jetzt noch über Digitaldruckqualität nörgelt, ist nicht richtig informiert und weiß über den Markt nicht Bescheid.

  31. Aufzählungszeichen „Third Parties“: die Programmierer der „kleinen Helferleins“, der PlugIns und Profile, der Shareware- und Add-on-Programme werden immer wichtiger für ein reibungsloses Funktionieren und Zusammenspiel der Standards und der Mainstream-Programme.




 

Was ist Trend? Früher: das, was viele taten, kauften, wollten. Heute: bloss nicht so sein wie alle. Trend ist, was dem Mainstream vorausgeht. Und deshalb manchmal ein wenig aus dem Ruder läuft. Aber immer noch besser, als im Rudel mitzulaufen.