Vorbereitung der Schüler auf das Leben in der Informationsgesellschaft.

Ohne Auseinandersetzung mit der Realität kann die Schule ihren Auftrag,

die Schüler zu mündigen Bürgern zu erziehen nicht erfüllen. Medienkompetenz

als Grundvoraussetzung für zukünftige erfolgreiche Berufstätigkeit ist unverzichtbar.

Im Einzelnen spricht für den Einsatz neuer Medien:


•    Aktualität durch Internetanbindung statt Schulbüchern hebt das  

     Motivationsniveau.

•    Unterrichtsinhalte sind näher an der Lebenswirklichkeit der Schüler, 

     zeitnahe Informationen können abgerufen werden.

  1.    Computer als Lernmedium bietet die Möglichkeit stärkerer 

  2.    Binnendifferenzierung ( Stichwort: geduldiger Trainer)

•    Öffnung zur Außenwelt (unkomplizierter Kommunikationskanal)

•    einfache Veröffentlichung von Unterrichtsergebnissen

•    reale Sprech- und Schreibanlässe nicht nur für den Lehrer oder als  Simulation

•    bilingualer Unterricht fächerübergreifend durch fremdsprachliche

     Infos im Netz


Pädagogische Ausgangslage in der GHS Hennef


Die GHS Hennef hat zurzeit (Frühjahr 2008) ca. 700 SchülerInnen in 30 Klassen mit 62 LehrerInnen.

In der Vergangenheit konnten wir feststellen, dass die Schüler großes Interesse am Umgang mit neuen Medien zeigten. Obwohl partiell gut ausgestattet und von motivierten LehrerInnen betreut, konnte  unserer Schule diesen Bedarf bisher nicht in vollem Umfang befriedigen, da sowohl Ausstattung wie Medienkompetenz/Akzeptanz des Kollegiums verbessert werden könnten.

Unsere Schüler/innen (spez. konfessionell reglementierte) haben außerhalb der Schule weniger Zugangsmöglichkeiten zu neuen Medien als Schüler/innen von Real-, Gesamtschule oder Gymnasium und bedürfen daher in der Schule eines Lernumfeldes,  das den handelnden Umgang in besonderen Maße ermöglicht und fördert.

Anfang November 2004 brannte mit einem großen Teil der Schule auch unserer Ausstattung  mit  PC und neuen Medien ab. Im Rahmen des Wiederaufbaus wurde die Schule vernetzt und es existieren zurzeit 2 PC Räume mit jeweils 16 Schülerarbeitsplatzen, S/W + Color Drucker, Scanner und  fest installierten Beamern inkl. Verdunkelungsmöglichkeiten. Einer dieser Räume verfügt über DVD-Player, Videorecorder, Tonanlage und CNC Maschine. In den Naturwissenschaftlichen Räumen wurden im letzten Jahr 2 neue PC installiert. Vier ältere PC (Pentium II+III) stehen in der Schülerbibliothek,  1 PC + 2 (davon 1 Notbook neu) von  Apple stehen im Musikbereich und sind ebenso wie die Geräte in den Klassen ans Internet angeschlossen. In den Klassen existieren zurzeit ca. 25 funktionierende PC (Pentium II und III). Die Schule besitzt 2 digitale Kameras und zwei mobile Beamer. 2+2 PC Arbeitsplätze für Lehrer existieren in der Lehrerbibliothek und im  Besprechnungszimmer. 1 Notebook (2007) wird im Technikbereich eingesetzt. Es stehen ein DSL Zugang über T-Online (Verwaltung) und ein DSL Zugang über Net-Cologne (Schüler/Lehrer Netz) zur Verfügung. Die GHS Hennef präsentiert sich auf einer Homepage im Internet:(www.hauptschule.schulen-hennef.de)=alte Version. Jetzt neu: web.mac.com/ghshennef.


Nutzung der Medien


Beide PC-Räume sind gut angenommen und werden bis in die Nachmittagsstunden genutzt. Im PC Raum 2 kommt es zu Engpässen, da die Nutzung der dort installierten DVD/Video/Beamer/Sound Kombination gerne von Kolleginnen und Kollegen zu Filmvorführungen genutzt wird.

Nach den geänderten Lernplanvorgaben Mathematik Jahrgang 8 wäre es unbedingt wünschenswert den PC Raum 2 mit zusätzlichen 8 -10 PC-Arbeitsplätzen auszustatten, um das unterrichten (Dynamische Geometrie/Excel..) im Klassenverband möglich zu machen. (auch gewünscht von Englischlehrer/innen)

Die Nutzung der PC in den Klassenräumen wird durch Zerstörungen leider immer wieder eingeschränkt. Daher wäre es wünschenswert für die Klassen 9 und 10 neuere PC in abschließbaren Schränken zu sichern. 



Was sollen unsere Schüler mit den neuen Medien machen?
(Was kann ich mit Hilfe der PCs schneller, besser und effizienter erreichen?)


Ausgehend von den Erfahrungen beim KIRRP Projekt ergeben sich folgende Lernfelder:


Kommunizieren > Austausch von Informationen via LAN, Internet, e-mail,    

                    Datenträgertausch, SMS, ...


Informieren/Recherchieren > Informationsbeschaffung über Lexirom, Internet ...


Reflektieren >   Kritischer Umgang mit den Möglichkeiten und Angeboten die sich

                   aus der Nutzung der neuen Medien ergeben, Bewertung von

                   Veröffentlichungen, Medieneinflüsse und Gestaltungsabsichten        

                   erkennen


Produzieren >   Erstellen von Medien (Schrift/Bild/Musik, Video...) Dokumentation


Präsentieren >  Unterrichtsergebnisse veröffentlichen



Inhalte nach dem Hennefer Medienkompetenzmodell


Es hat sich gezeigt, dass unsere Schüler sehr unterschiedliche Voraussetzungen im Umgang mit den neuen Medien mitbringen. Dies liegt unter anderem an den unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten außerhalb der Schule und den in der Grundschule vermittelten Fähigkeiten. Daher ist eine strenge Zuordnung zu den Stufen nicht möglich.
Bei der Vermittlung von Fertigkeiten sollen die apparativen Praxis (Aneignung der Techniken, Bedienungsfolgen) und möglichst schnell, die aus dem Fachunterricht integrierten Aufgabenstellungen mit Hilfe der neuen Medien bearbeitet werden.
In der Orientierungsstufe sollen die aus der Grundschule mitgebrachten Fähig- und Fertigkeiten im Bedarfsfall wiederholt und vertieft werden.(Siehe Anlage Zertifikatsstufe1+2)
Speziell in den höheren Klassen wird im Rahmen der Berufswahlvorbereitung besonderer Wert auf die Erkundung von Ausbildungs- und Arbeitsfeldern (Agentur für Arbeit etc.), inkl. Erstellung nötiger Bewerbungsunterlagen gelegt. (Zertifikatsstufe 3)

Im Bereich der fachspezifischen Lernzielen darüber hinaus:
Lern- und Übungssoftware in Deutsch, Englisch, Mathe, Geschichte, Technik, Naturwissenschaften und anderen Fächern



Ankoppelung an Unterrichtsfächer:


Medienpädagogische Aufgabe:                    Beteiligte Fächer:

_______________________________________________________________

Kommunikation                                   D, E, Al, Ek, Ku, Mu

Information/Recherche                         alle Fächer

Reflektion                                        D, Ek, Ge, Al, Ku, Mu

Produktion von Medien                          alle Fächer

Präsentation                                     alle Fächer

Lernen und Üben mit Lernprogramm            D, E, M. Bi, Ph, Ge, Al. Technik



Voraussetzung für den Umgang mit neuen Medien sind die im Rahmen des Hennefer Kompetenzmodells erarbeiteten Grundfertigkeiten bei der Benutzung

von Standard Office Programmen (z.B. Class in a Box), sowie je nach Aufgabenstellung Programme für:


• Internetzugang (div. Browser)

• Konstruktion (z.B. Winscat, GALAAD CAD) Ansteuerung CNC Maschine,

                        Lego Technik)

• Bild- und Videobearbeitung (z.B. mit Ulead Schuledition, iPhoto, Photoshop,   

                                             iMovie, Comiclife),

• DTP für Schülerzeitung (z.B. Pagemaker, Pages, Powerpoint)

• Webpublishing (z.B. FrontPage, iWeb)

  1. Musikproduktion/Bearbeitung (z.b.Steinberg, Logic Express, Garageband)



Wie können diese Ziele erreicht werden?


Zielvorgaben: Forderungen deutscher Städtetag, Gemeindetag, NRW Bildungs-ministerium bis 2004:

    •    alle Schulen breitbandig am Netz

    •    alle Lehrerinnen und Lehrer nutzen Neue Medien im Unterricht

    •    Medienecken in allen Grundschulklassen

    •    100.000 Arbeitsplätze außerhalb von Computerfachräumen (SI/SII)

    •    100% der Schüler lernen regelmäßig mit Neuen Medien



Ausstattungsanforderungen

Medienecken
Die Idee der Medienecken in den unteren Klassen wurde wegen hoher Ausfallquoten bei den PC (siehe oben) als nicht praktikabel erlebt. Wünschenswert wäre jeweils eine Workstation in den Abschlussklassen, die in einem sicher verschließbaren Schrank untergebracht werden kann.


Software
Was ist vorhanden?

       Lernwerkstatt 1+2,

       Class in a Box und Staroffice -> Word, Excel, PowerPoint, Access .

        1 Lizenz Frontpage....

       Schullizenz Winscat für die CNC Maschine,

       Lernsoftware: , Klett LetsGo 5+7, Vogelatlas, Alice, My First amazing….

       Pagemaker 5.0 , Master Eye, Ulead Schuledition mit Vektorgraphikprogramm, 

       Photo und Videobearbeitung

       Incredible Machines 1-3 (spielerisch logischer Umgang mit Technik)


Was wird noch gebraucht?

       GALAAD-CAT, da das vorhanden Winscat ist für Win 3.0 konzipiert wurde

       DynaGeo, Dynamische Arbeitblätter und andere Mathematikprogramme

       Musik- und Bildbearbeitungsoftware (z.Bsp. SoundSoap)

       Ergänzung der Lernsoftware Englisch etc.

       Neue Bibliothekssoftware als Ersatz für alte WinLibrary von Fleischmann

      


Medienkompetenz
Der Fortbildungsbedarf des Kollegiums sollte jeweils aktuell abgefragt werden.

Interne und externe Fortbildungen über Medienzentrum, Volkshochschule, etc. dringend erforderlich, setzen aber den Fortbildungswillen der Kollegen/innen voraus.



Beschaffungsbedarf und –folge bis 2011


Räume:                Ausstattung:        bis 2008:              bis 2009:


PC‘s Raum 1            16+1


PC‘s Raum 2            16+1                + 8 Arbeitsplätze


Bibliothek                4+1                Ersatz d.

                                               PII-.Rechner


Lehrerzimmer                2               1 Accespoint


Austattung Kl.                               Alte PC‘s aus

5-8 nach Lehrer-                           Abschlusskl.

wunsch + Verantw.


Austattung Kl. 9            7               Medienschränke

und Kl. 10                  6                + 15 PC‘s


FB Musik (Apple)           5                 +2 Minimacs


Breitbandvernetzung                         fehlende Kabel und

                                                WLAN Points

Digitalkameras              3


Camcorder                   1


Beamer                       2feste, 2 mobile


Software pro Jahr




Wartung:  First Level Support durch Kollegium
            Second Level Wartungsvertrag über Stadt Hennef mit Net Cologne

Stand Februar 2008

Ziel des Konzepts: